Auswirkungen von Störherden

Wenn ein Organ gerade eine Schwäche zeigt (z.B. durch Überbelastung wie schweres Heben, sportliche Überanstrengung, Stress, Klimaeinflüsse, Fehlernährung, Infekt) bedeutet dies für einen ansonsten gesunden Menschen oft nur eine Krankheitsdauer von kurzer Zeit. Über ein Akutstadium erreicht er das Stadium der Heilung und behält in der Regel keine Folgen zurück. Steht der Patient jedoch unter dem Einfluss eines chronischen Herdes, dann wirkt dessen störender Reiz auf das gerade geschwächte Organ und führt in den meisten Fällen zu einer Chronifizierung oder Verschlimmerung der Beschwerden.
Diese Störquelle ist in den meisten Fällen schon vor der eigentlichen, für den Patienten feststellbaren Erkrankung im Körper vorhanden gewesen (z. B. symptomlose chronische Entzündung). Sie kann allerdings auch nach der Erkrankung erworben worden sein (z. B. Verletzungsnarbe) und behindert nun die bis dahin normal verlaufene Heilung.

Prinzipiell kann ein schon vorher bestehender oder später erworbener Störherd überallhin stören, eben wo sich gerade eine Schwäche im Körper befindet. Einige Störherde haben jedoch, abhängig von ihrer Lokalisation, ganz bestimmte „Zielorgane“.
Als Beispiel seien hier die Zähne aufgeführt, weil hier die bevorzugte Zielrichtung für jeden Zahn in etwa bekannt ist: Die Frontzähne richten sich im Falle einer Beherdung erfahrungsgemäß bevorzugt auf das urogenitale System. Bei Frauen finden sich dann zum Beispiel hartnäckige Reizblasen, bei Männern Prostatabeschwerden.